Bushwalk

Was es hier sehr häufig gibt, sind Scenic Lookouts (kleine Buchten an den Strassen, die kurz vorher durch ein Schild angekündigt werden, sodass man nicht an einem tollen Foto-Punkt die Strasse zuparkt) und Bush-Walks. Die Neuseeländer wissen einfach, wonach das gestresste europäische Durchschnittsherz verlangt: Je nach Wunsch und Kondition sind Wanderungen zwischen 30 Minuten und 3 Tagen sehr gut ausgeschildert und meist auch mit Fotos und Kartenmaterial an Infoständen beschrieben. Natürlich haben wir die meisten kurzen Spaziergänge, die neben der Fahrt möglich waren, sofort beschritten; einen der längeren, die “schönste eintägige Wanderung Neuseelands” haben wir uns noch aufgehoben (für ein eigenes Posting ;) -> Tongariro Crossing. Hier einige Eindrücke von einem Bushwalk in der Nähe von Waitomo. Der Höhepunkt des Weges ist eine Schleife, der der Waitomo Fluss unterirdisch macht, und die man über einen engen Einstieg selbst auf einem Steg (und auch von aussen, wenn das Wasser wieder aus der Höhle hervorbricht) beobachten kann.

                                      
Ein weiterer  Blickfang in der näheren Umgebung (aber nicht so leicht zu finden) ist der Natural Bridge Walkway. Ein Stück weiter führt der Weg durch den Wald auch noch zu einem tosenden Wasserfall.

 

Auckland

Gerade rechtzeitig zum jährlichen Auckland Seafood Festival und Feuerwerk im Hafen wieder zurück in der City of Sails. In einem Hotel eingecheckt, dessen Rezeption etwa 20 qm hat, dafür 25 Stockwerke hoch ist o.O Etwa in der Mitte, mit genialem Blick auf den Skytower und den Hafen gleichermassen haben wir uns häuslich eingerichtet. Wow, gerade gesehen, dass es hier eine Waschmaschine gibt, trallala. Das war wohl dann der 5. Stern …

                                                            
Das Abendessen hat uns bei einem Spaziergang durch die Innenstadt gefunden, in Form eines authentischen neuseeländischen Restaurants. Die kulturellen Einflüsse aus Europa, der Südsee und Asien sind auch in den Speisekarten zu finden (allerdings sind wir bis jetzt am besten damit gefahren, uns nicht Dinge zu bestellen, die wir bereits kennen und somit eine Meinung davon haben, wie sie auszusehen oder zu schmecken hätten), die meisten Speisen sind aber unerwartet anders.

 

Mangonui und Cape Reinga

Kofferreorganisation, Gross-Wasser-Einkauf in einem Supermarkt, regionales Obst vom Strassenhändler und weiter nach Norden. Nach einem anstrengenden Tag und wenig Erfolg beim Buchen einer  Cape Reinga Tour für 4 in einem Allrad waren wir etwas müde und sind in Manganui direkt in die Touristeninformation gefallen, wo man uns gleich wieder auf die Beine half: Nicht nur mit einem bestätigten Trip zum nördlichsten Punkt Neuseelands, sondern auch noch mit einem Hotel für 2 Nächte, ohne das wir, gelinde gesagt, aufgeschmissen gewesen wären.

   

Cape Reinga Tour

8:30 Gordon holt uns mit seinem 4×4 ab, Marilyn und Larry sind schon an Board
8:40 Erster Stop an einem Hügel mit Blick über Mangonui, dessen Hafen und die gesamte Doubtless Bay

   

8:50 – 10:00 Great Exhibition Bay: Frühstück am Meer und Muschelsammeln im weissen Sand

   
   

11:00 Ankunft am Cape Reinga, Leuchtturm, Tasmanische See, Pazifik, FotosFotosFotos

   
   
   

13:00 Bad im Meer
13:01 Pazifik frisst Emsis Brille
13:02 – 13:30 Emsi und Eva suchen in Brandung nach verschollener Sehhilfe
13:31 Gordon hat Mittagessen hergerichtet, alle stürzen sich darauf, fast auch Wind und Möwen
14:00 Letzer leiser Abschied von Brille
15:00 Durch ein Flusstal zwischen Palmen und Sanddünen hindurch auf die 90-Mile-Beach und dann wie auf einer breiten Autbahn entlang mit 100 km/h am Strand entlang! Rockt!

   
   

17:00 Kurzstop in Kaitaia
17:30 Zurück in Mangonui

   

Dear Gordon,
It might happen, that one day, when you bring other guests to this lovely beach we had our lunch stay at, you hear a story about a big fish which wears glasses. Believe it, because I left  a pair of them there so they would be able to consume this wonderful underwater world of theirs in a different way that they would never have dreamt of.
In the meantime I’m good with contact lenses I bought in Auckland.
Anyway, thanks for your concern and greetings to Bev,
Yours,  Christian

 

Maitai Bay

Die Karikari Halbinsel hat uns nicht losgelassen, eine Bucht ist schöner als die andere, der Wechsel der Gezeiten und der Tageszeiten eröffnet immer wieder neue Ansichten. Während die Karikari Bay am Nordwestende der Halbinsel zu finden ist, wendet sich die Maitaibucht eher nach Nordosten und war mit der witzigen Spielzeugkarte, die offenbar nur zur Touristenunterhaltung verteilt wird, denn die Strassen darauf verlaufen nicht so wie in Wirklichkeit, nur schwer zu finden. Zum Glück liess uns Phantasie und Forschergeist nicht im Stich, und so fanden wir diese einzigartige Perle unter den Buchten.

 

Karikari Bay

Ein Abenteuertag! Die Karikari Halbinsel uns mit dem Auto zu unterwerfen und alle ihre Strassen bis zum buchtigen Ende zu verfolgen. Die Landschaft wurde zunehmend ausgedorrter, die Wege noch löchriger bis unasphaltiert, ein nettes Maoripärchen konnte uns den richtigen Weg weisen: Mittagsbuffet (frisches Obst vom Strassenhändler) haben wir an der Karikari Bay genossen, eine wunderbar langgestreckte Bucht mit weissem Sand und vielen, riesengrossen angeschwemmten Muschelschalen.

   
   

 

Top 3 der kulinarischen Überraschungen

1. Sticky Date Pudding

Dampfend heisser Dattelkuchen in Caramel oder Whiskey-Butter-Fudge mit Schlag und Vanilleeis, phantastischer erster Platz, nachdem wir uns bereits gefragt hatten, wie wohl ein Datumspudding aussieht und ihn nur aus purer Neugierde bestellt hatten

2. Real Fruit

Mangos, Wassermelonen, Papayas, Bananen und Konsorten schmecken halt wirklich nur echt, wenn sie reif gepflückt wurden. Alter Hut, aber auch neu aufgewärmt immer wieder ein Knaller!

3. Fresh Fish

Offenbar gibt es hier keine geseltzlichen oder moralischen Beschränkungen, hinter Fresh Fish frische oder, genauso oft, tiefgekühlte, Fischfilets zu verstecken. Ausserdem sollte man wissen, dass die Dinger immer in Bierteig gewälzt aus der Fritteuse kommen und dann in unglaublich viel Papier gewickelt mit vor Stolz glänzenden Augen über die Theke gereicht werden. Ein Nationalgericht :(  Also, da liegen meine Ansprüche etwas höher!

 

Paihia

Kleine Küstenstadt, viele Motels, Hotels und Ferienhäuser und Touristen im grossen Stil. Wie in allen grösseren Küstenstädten kann man auch von hier aus die verschiedensten Delphin-, Wal- und Vielesmehr-Touren buchen, die Info ist ein einziger grosser Souvenirshop o.O

   
   
   

 

Bay of Islands

Vom 26. – 29.1. waren wir in Paihia, dem Herz der inseligen Bucht. Ein paar Tage, um auszuspannen in einem wunderhübschen Motel mit einem Blick über einen Teil der Küste. Wie daheim, wenn der Nebel im Tal liegt, nur diesmal mit echtem Meer. Norm und Sheilagh, unsere Hosts, haben es sich an der ostwärtsgewandten Hügelflanke so gemütlich eingerichtet mit ihren Bungalows, dass man hier einfach einchecken muss (oder in einem der anderen tausend Motels, die auf dem Weg lagen, wir haben da ganz den Bewertungen im Internet vertraut ;)

Mit Spannung haben wir den Wetterbericht verfolgt, um für unsere Loch-im-Felsen-Tour das beste Wetter abzuwarten, weil für die ganze Woche wolkig, aber für Mittwoch Regen angesagt war. Also blieben wir Mittwoch einfach mal im Lookout … und das Wetter war toll. Norm hat uns dann erklärt, dass die Wettervorhersagen eigentlich nie zutreffen er hat uns dann auch gleich noch Plätze für die Tour reserviert.

Den Donnerstag haben wir also auf See verbracht, zuerst Insel gucken, dann Delfine sichten und als Höhepunkt mit dem gesamten  Schiff, das nicht unerheblich gross ist, unter allgemeinem OHHH und AAHHH durch das Loch im Felsen.

Komplett geflasht und vom Wind zerzaust vom Headbangen am Bug bei beachtlichem Wellengang waren wir zurück im Lookout nicht mehr zu viel fähig, haben uns dann nur noch ein Thaimenü aus dem Dorf mitgenommen, das uns mit seiner Schärfe noch den Rest gegeben hat. Dann war das Licht aus.

 

Auf nach Norden!

Whangarei hat sich als netter Zwischenstop herausgestellt, die, mitten im Ort gelegenen Whangarei Falls bieten Ruhe und Entspannung bei grossartiger Kulisse. Allerdings wollten wir nicht so viel Städtisches sehen, also brausten wir direkt nach dem Frühstück weiter nach Norden. Wohin? Wussten wir noch nicht, Hauptsache mehr Meer.

   
   
   
   

 

Der Weg nach Whangarei

Der Weg nach Whangarei war sonnig und buchtenreich, viele Stops für eine eigentlich nicht so lange Strecke .. Unsere Kites fliegen lassen, Muscheln gesammelt,  in einem komplett blau angemalten Motel übernachtet.